„Es ist ein Versuch, unsere Vorstellungen vom Tod auf konkrete Lebensumstände zu beziehen“ – Thomas Macho

Suizide betreffen uns weitaus öfter, als dass von ihnen die Rede ist. Sicherlich liegt das an der Unfähigkeit überhaupt, den Tod eines Menschen zu fassen. Zudem ist es meist schmerzhaft, dem oder der Verschiedenen zu erinnern und es bleibt, wenn überhaupt, bei einem kleinen intimen Kreis, mit dem man über den oder die Verstorbene spricht. Im Falle des Suizids kommen nicht selten auch Selbstzweifel im engsten Umfeld der Verstorbenen zum tragen – hätte man das nicht ahnen können, hätte man nicht helfen und den selbst zugeführten Tod verhindern können? Die Scheu den Tod im Allgemeinen und den Suizid im Besonderen zu thematisieren hat Gründe, die weit in die Geschichte hineinreichen und sorgen zugleich dafür, dass wir weiterhin unsicher bleiben, in der Frage wie wir angemessen über den Suizid denken und sprechen können. Der Philosoph und Kulturwissenschaftler Thomas Macho lieferte im September 2017 mit seinem Buch „Das Leben nehmen“ einen „Versuch, unsere Vorstellungen, unser Denken vom Tod auf ganz konkrete Lebensumstände zu beziehen“

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